Fristenlose Urlaubsgestaltung 2024: Darf mein Vorgesetzter meinen Urlaub vorschreiben?

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Fristenlose Urlaubsgestaltung 2024: Darf mein Vorgesetzter meinen Urlaub vorschreiben?

Im Jahr 2024 ändern sich die Regeln für die Urlaubsgestaltung. Laut neuer Gesetzgebung soll es künftig möglich sein, dass Arbeitnehmer ihre Urlaubstage flexibler planen können. Doch gibt es auch Nachteile? Insbesondere eine Frage beschäftigt viele Arbeitnehmer: Darf mein Vorgesetzter meinen Urlaub vorschreiben? Kann der Arbeitgeber weiterhin bestimmen, wann und wie viele Tage Urlaub genommen werden dürfen? Wir klären auf, was sich 2024 ändern wird und wie Sie Ihr Urlaubsrecht optimal nutzen können.

Der Chef bestimmt den Urlaub: Ist das rechtens?

Manchmal haben wir im November noch zehn Urlaubstage und wissen nicht, wohin damit. Doch was gilt, wenn die Chefin plötzlich entscheidet, dass man ab nächster Woche zwei Wochen zu Hause bleiben und Urlaub nehmen muss, um keine Urlaubstage ins nächste Jahr mitzunehmen. Ist das rechtens?

Nein, sagt Peter Meyer, Fachanwalt für Arbeitsrecht und Mitglied des geschäftsführenden Ausschusses der Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht im Deutschen Anwaltverein (DAV). Grundsätzlich habe jeder Arbeitnehmer das Recht, über die zeitliche Lage seines Urlaubs zu entscheiden.

Das funktioniert so: Der Arbeitnehmer plant im Voraus seine Urlaubstage, und der Arbeitgeber genehmigt sie dann. Falls der Arbeitgeber den Urlaub nicht genehmigt, müssen dafür laut Meyer triftige Gründe vorliegen. Denkbar ist das zum Beispiel, wenn bereits viele andere Teammitglieder zu der Zeit Urlaubsanträge eingereicht haben.

Verfällt Urlaub, wenn man ihn nicht bis Jahresende nimmt?