Stadtradeln im Kreis Heinsberg: Klimaschutz auf neue Art

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Stadtradeln im Kreis Heinsberg: Klimaschutz auf neue Art

In der Region Heinsberg gibt es einen neuen Ansatz im Klimaschutz. Das Projekt Stadtradeln hat das Ziel, den CO2-Ausstoß in der Region zu reduzieren. Durch die umweltfreundliche Mobilität soll die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringert werden. Im Kreis Heinsberg werden Radel-Events organisiert, um die Bevölkerung für das Thema Klimaschutz zu sensibilisieren. Durch die gemeinschaftliche Anstrengung soll ein nachhaltiger Wandel in der Region erreicht werden. Wir berichten über die Details des Projekts und die ersten Erfolge.

Radtour durch Heinsberg: Mehr als 470 Radfahrerinnen und Radfahrer beteiligen sich am Stadtradeln

Am Samstag fand die Auftaktveranstaltung des Stadtradelns im Rahmen des zweiten Volkshochschul-Nachhaltigkeitstags in Kooperation mit dem Amt für Umwelt und Verkehrsplanung des Kreises Heinsberg statt.

Das Programm startete um 11 Uhr mit dem Start der Sternfahrten, die alle Radfahrerinnen und Radfahrer auf vier verschiedenen Touren an einen gemeinsamen Endpunkt – das Gelände der Volkshochschule – geführt haben. Ob Erkelenz, Wegberg, Übach-Palenberg oder Gangelt – zur Mittagszeit trudelten alle Fahrradfahrer langsam ein und der VHS-Nachhaltigkeitstag nahm an Fahrt auf.

Klimaschutz auf neue Art: Mehr als 470 Radfahrerinnen und Radfahrer starten in Heinsberg ins Stadtradeln

Klimaschutz auf neue Art: Mehr als 470 Radfahrerinnen und Radfahrer starten in Heinsberg ins Stadtradeln

An 15 Ständen konnten die Besucherinnen und Besucher sich eine Stärkung in Form einer Bio-Currywurst oder einem Stück Kuchen gönnen, beim Stand des Repair Cafés kleine Fahrradreparaturtipps abholen oder einmal den Fahrradparcours der Heinsberger Kreispolizei durchfahren und die eigene Verkehrssicherheit auf die Probe stellen.

Alle Aktionen standen dabei, das betonte die stellvertretende Leiterin der Volkshochschule Ina Kradepohl ausdrücklich, unter dem Aspekt Bildung für nachhaltige Entwicklung mit besonderem Augenmerk auf die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen.

Der stellvertretende Landrat Erwin Dahlmanns zeigte sich erfreut über die zahlreich erschienen Umweltschützerinnen und Umweltschützer und betonte: „Ich bin froh, dass Sie sich nicht vom nicht optimalen Wetter haben abbringen lassen“.

Tatsächlich blieben die Besucher größtenteils trocken – ein paar Regentropfen konnten die eifrigen Fahrradfahrer nicht aus dem Konzept bringen.

Neben den vielen Ständen rund um die Themen Fahrradfahren, Nachhaltigkeit und Sicherheit im Straßenverkehr gab es auch verschiedene VHS-Aktionen, die den Radfahrerinnen und Radfahrern praktische Tipps für die nächsten Wochen und darüber hinaus mit an die Hand geben sollten: GPS-Radtourenplanung, Energiesnacks für unterwegs, Stretching und Kraftaufbau fürs Radfahren und Entspannung nach dem Fahrradfahren – das alles waren brauchbare Anregungen, die die rührigen Radler besonders in den nächsten Wochen bei ihrem Vorhaben das Klima zu entlasten unterstützen sollen.

Ina Kradepohl und der Klimaschutzmanager des Kreis Heinsberg, Kevin Simon, waren sich einig, dass es „eigentlich nur Vorteile“ bringe, den Arbeitsweg mit dem Fahrrad zu bestreiten. Beide betonten, dass es ein super Ausgleich zum häufig stressigen Arbeitsalltag sei und zur Entspannung beitrage.

Das Stadtradeln ist die perfekte Gelegenheit, um das Ganze einmal auszuprobieren und sich langsam an nachhaltige Mobilitätskonzepte heranzutasten. Geradelt wird dabei in Gruppen, die gemeinsam Kilometer sammeln und damit Tonnen an CO2-Ausstoß vermeiden.

Die Gruppe, die am Ende der drei Wochen (14. Juni) am meisten Kilometer gesammelt hat, das verriet Erwin Dahlmanns, kann sich über „attraktive Preise“ freuen.

Im Vordergrund der Aktion steht allerdings der Klimaschutz und vor allem die Sensibilisierung für ebenjenen. Ina Kradepohl wies darauf hin, dass die Volkshochschule mit ihrem Bildungsangebot auch einen Aufklärungsauftrag verfolge, der die Menschen auf den Weg zu einer nachhaltigeren Lebensweise unterstützen soll.

In Zukunft sollen Angebote, die dieses Themengebiet abdecken auch besser gekennzeichnet werden, erklärte die stellvertretende Leiterin der Volkshochschule des Kreises Heinsberg.

Ob die Fahradfahrerinnen und Fahrradfahrer die Straßen des Kreisgebiets Heinsberg in den kommenden Wochen erobern, ist noch nicht ganz sicher, doch die Aussichten sind vielversprechend: über 470 aktive Radelnde beteiligen sich in insgesamt 165 Teams an der Aktion und „rollen“ damit mit einem sehr gutem Beispiel voran.