Vaillant plantet 700 Verwaltungsstellen in Remscheid ab

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Vaillant plantet 700 Verwaltungsstellen in Remscheid ab

Die deutsche Heiztechnik Vaillant GmbH, ein Tochterunternehmen der britischen Drax Group, hat einen einschneidenden Schritt in ihrer Geschäftsstrategie angekündigt. Demnach plant das Unternehmen, insgesamt 700 Verwaltungsstellen in seinem Hauptsitz in Remscheid abzubauen. Diese Entscheidung wirft Fragen über die Zukunft der Mitarbeiter und die Auswirkungen auf die Region auf. In den kommenden Wochen und Monaten wird sich zeigen, wie sich dieser Schritt auf die Region Remscheid und die betroffenen Mitarbeiter auswirken wird.

Vaillant plant Stellenabbau in Remscheid

Das Heiztechnikunternehmen Vaillant will weltweit rund 700 Stellen in der Verwaltung abbauen, davon 300 in Deutschland. Betriebsbedingte Kündigungen sollen vermieden werden. Man wolle das Unternehmen damit an die neue Nachfragesituation und die künftigen Markt- und Kundenanforderungen ausrichten, teilte das Familienunternehmen am Montag mit.

Der europäische Markt für Heiztechnik habe im vergangenen Jahr insgesamt rund zehn Prozent unter dem Vorjahresniveau gelegen. Diese Entwicklung habe sich in den ersten Monaten des Jahres 2024 fortgesetzt.

Vaillant Group hat Standorte in rund 20 Ländern. Weltweit zählte die Firma zum Jahreswechsel 17.500 Beschäftigte, davon rund 5000 in Deutschland. Allein am Stammsitz in Remscheid arbeiten nach Angaben eines Sprechers rund 4300 Menschen, die meisten in der Verwaltung.

Der Stellenabbau solle „möglichst zeitnah“ erfolgen, so der Sprecher weiter. Frei werdende Stellen sollen nicht nachbesetzt werden. Geplant sind auch vorgezogene Ruhestandsregelungen. Darüber hinaus biete das Unternehmen ein Programm zum freiwilligen Unternehmensaustritt an.

Kurzarbeit bei Vaillant

Kurzarbeit bei Vaillant

Weiterhin Kurzarbeit bei Vaillant Heizungshersteller in Remscheid. 2023 steigerte Vaillant seinen Konzernumsatz um drei Prozent auf 3,8 Milliarden Euro. Über den Gewinn machte die Firma keine Angaben. „Wir sind ein profitables Unternehmen“, sagte der Sprecher.

Mit einem deutlichen Umsatzplus von fast 50 Prozent habe sich das Wärmepumpengeschäft wie in den Vorjahren deutlich besser entwickelt als der europäische Wärmepumpenmarkt, teilte das Unternehmen weiter mit. „In Deutschland betrug das Wachstum des Wärmepumpengeschäfts sogar mehr als 100 Prozent“, hieß es.

Vaillant konzentriert sich seit 2016 auf das Wärmepumpengeschäft. Die Anzahl der Beschäftigten sei seitdem um 5000 gewachsen, davon allein um 1500 in Deutschland. Die Firma bekräftigte ihr Ziel, ein führender Hersteller elektrischer Wärmepumpen zu werden.

„Dazu wird das Unternehmen unter anderem im Herbst dieses Jahres an seinem Hauptsitz in Remscheid eine neue Fabrik für die Fertigung von Elektronikbauteilen eröffnen.“

Wärmepumpenmarkt in Deutschland